Portugal schafft die strengen Brexit-Regeln der EU ab und rollt den Briten einen roten Einwanderungsteppich aus, Spanien und Italien werden wahrscheinlich bald folgen

Montag, 25. April 2022 13:12 Uhr

Britische Reisende nach Portugal können bald über E-Gates in das Land einreisen und dabei wie Bürger und Staatsangehörige aus EU-Mitgliedstaaten behandelt werden

Portugal hat bestätigt, dass es plant, die EU-Vorschriften zu ignorieren, die vorschreiben, dass britische Staatsangehörige bei Grenzkontrollen und Einwanderungsstellen als Drittstaatsangehörige behandelt werden müssen.

Die südeuropäische Nation wird der erste EU-Mitgliedstaat sein, der Inhabern britischer Reisepässe eine beschleunigte Einreise durch elektronische Passschleusen ermöglicht und damit die gleiche Behandlung wie portugiesische Staatsbürger und Staatsangehörige anderer EU-Mitgliedstaaten erhält.

Der Präsident der portugiesischen Tourismusbehörde, Luis Araujo, bestätigte auf dem World Travel and Tourism Council Summit, der derzeit in der philippinischen Hauptstadt Manila stattfindet, dass Inhaber britischer Reisepässe bald damit beginnen können, E-Gates an Flughäfen in Lissabon, Madeira, Porto und Portugal zu nutzen Faro, in der äußerst beliebten Region Algarve.

„Dieser Schritt wird unseren geschätzten britischen Reisenden helfen“, wurde Araujo zitiert.

Britische Reisende stellen Portugals größte ausländische Besuchergruppe dar, mit mehr als 480.000 Hotelübernachtungen allein im Januar und Februar dieses Jahres, nachdem die Reisebeschränkungen in Großbritannien und ganz Europa aufgehoben wurden.

Konkurrenz mit Spanien und Italien

Die Lockerung der Regeln wird als Versuch angesehen, britische Touristen von anderen sonnigen Reisezielen, vor allem Spanien, Italien und Griechenland, wegzulocken, indem sie die Einreise nach Portugal einfacher, schneller und effizienter machen.

Die vier Länder befinden sich derzeit in einem erbitterten Kampf um britische und andere europäische Touristen, nachdem nach der Pandemie Urlaubsbuchungen, Wochenendreisen und andere Ferien stark angestiegen sind.

Das teilte der Reiseberater Paul Charles von PC Agency mit Tägliche Post Er erwartet, dass andere Länder wie Spanien und Italien diesem Beispiel folgen werden, da Portugals Entscheidung zu einem „Dominoeffekt“ in der gesamten EU führen könnte.

Gibraltar

Portugals Umzug erfolgt nur wenige Tage, nachdem es Berichte aus dem benachbarten Spanien gab, dass lokale Behörden britischen Staatsangehörigen, die versuchen, von Gibraltar aus in das Land einzureisen, die Einreise verweigern.

Zahlreiche britische Staatsbürger konnten gestern nicht nach Spanien einreisen, da die Behörden an der Grenze zu Gibraltar verlangten, Hotelreservierungen und Aufzeichnungen über die Weiterreise, wie z. B. ein Rückfahrticket oder eine Zugreservierung, einzusehen. Wer dazu nicht in der Lage war, dem wurde die Einreise nach Spanien verweigert.

Die Entwicklung kommt, da die spanischen Behörden die Kontrollen von Menschen aus Nicht-EU-Ländern verstärken, die versuchen, über oder von Gibraltar in den Block einzureisen. Die Kontrollen wurden Anfang dieser Woche intensiviert, berichteten verschiedene lokale Medien.

Eine Reihe von Reisenden wurden auch aufgefordert, einen Finanzierungsnachweis für die Dauer ihres Aufenthalts in Spanien vorzulegen, berichtete die Zeitung Express, die schrieb, dass nicht nur Briten, sondern auch eine Reihe anderer Nicht-EU-Bürger von der Verschärfung der Grenze betroffen seien Schecks.

7 € für die Einreise in die EU

Die jüngsten Entwicklungen in Portugal und Spanien folgen Stadt AM rfrüher gemeldet dass der Zugang zu allen Schengen-EU-Ländern ab Ende dieses Jahres kostenpflichtig sein wird.

Ein Sprecher der Europäischen Kommission in Brüssel bestätigte dieser Zeitung, dass alle britischen Reisenden eine Visumgebühr von 7 € zahlen müssen.

Das sogenannte Europäische Reise- und Informations- und Genehmigungssystem (ETIAS) ermöglicht es Bürgern aus 61 Nicht-EU-Ländern, den EU-Schengen-Raum mit vorab genehmigten Reisen statt mit einem vollständigen Visum zu besuchen.

Die Europäische Kommission bestätigte, dass das Vereinigte Königreich ab Ende 2022 Teil von ETIAS sein wird, was bedeutet, dass Briten ihre Daten vor jeder Reise vorregistrieren und die 7-Euro-Abgabe zahlen müssen.

Sobald die Vorautorisierung genehmigt wurde, dürfen sich britische Passinhaber bis zu 90 Tage in Europa aufhalten.

Die Europäische Kommission bestätigte, dass die Zahlung und Voranmeldung für alle Reisen in alle Staaten des Schengen-Raums sowie in die Nicht-Schengen-Mikrostaaten Andorra und Monaco gelten.

Das bedeutet, dass die ETIAS-Anforderungen für alle Reisen nach Österreich, Belgien, Luxemburg, Niederlande, Deutschland, Frankreich, Spanien, Portugal, Schweden, Finnland, Dänemark, Litauen, Lettland, San Marino, Estland, Polen, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Italien, Griechenland, Tschechische Republik, Malta, Monaco, Liechtenstein, Island, Norwegen, Schweiz Vatikanstadt.

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